{"id":56,"date":"2013-06-17T07:32:22","date_gmt":"2013-06-17T06:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/brulow.unistra.fr\/?page_id=56"},"modified":"2016-04-24T17:12:11","modified_gmt":"2016-04-24T16:12:11","slug":"56-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/brulow.unistra.fr\/?page_id=56","title":{"rendered":"02. Br\u00fclows Gesamtwerk"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die erste Bestandsaufnahme der Br\u00fclow-Texte ist im zweiten Band der 1990 von Gerhard D\u00fcnnhaupt verfassten <i>Personalbibliographien zu den Drucken des Barock<\/i> erschienen. Hier werden 66 verschiedene Texte aufgelistet und chronologisch mit den Nummern 1 bis 63 versehen, drei Nachtr\u00e4ge mit zus\u00e4tzlichen Buchstaben (32A, 44A, 44B). Nur der letzte Druck (63) l\u00e4sst sich nicht mit Sicherheit datieren. D\u00fcnnhaupt bezieht sich nur in beschr\u00e4nktem Umfang auf Autopsien und verl\u00e4sst sich haupts\u00e4chlich auf die ihm vorliegenden Katalogangaben. Oft gibt er keinen Quellenhinweis f\u00fcr die insgesamt 123 von ihm vermuteten Exemplare. In einigen F\u00e4llen ist ihm nachweisbar ein Irrtum unterlaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <i>Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts<\/i> (VD 17) hatte bei der Er\u00f6ffnung dieses Portals (Juni 2013) 110 verschiedene Treffer mit den Suchw\u00f6rtern \u201aBr\u00fclovius\u2018, \u201aBr\u00fcllovius\u2018 und \u201aBr\u00fclow\u2018. Davon entsprachen 17 Treffer Neuauflagen, 5 deutschen \u00dcbersetzungen von fremden H\u00e4nden. Ein Treffer galt dem Tod von Br\u00fclows Tochter 1633. Bei zwei Treffern erschien der Dichter nur als Widmungstr\u00e4ger. Au\u00dferdem waren vier Texte doppelt erfasst, entweder wegen geringf\u00fcgiger Abweichungen oder aus Versehen. Endlich enthielt die Trefferliste zwei biographische Eintr\u00e4ge \u00fcber Caspar Br\u00fclow und seine Frau Barbara. Insgesamt erfasste VD17 79 Br\u00fclow-Texte und ber\u00fccksichtigte noch nicht alle D\u00fcnnhaupts Hinweise.\u00a0Heute sind zwei neue Eintr\u00e4ge zu finden (Nr. 61 und 107), so dass VD17 momentan\u00a081 Br\u00fclow-Texte erfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Er\u00f6ffnung umfasste dieses Portal 157 Eintr\u00e4ge. Zwei davon (Nr. 21 und 146) basierten auf der freundlicherweise von Hanstein mitgeteilten Inhaltsausgabe seiner damals noch ungedruckten Dissertation. Es hat sich herausgestellt, dass es sich in diesen F\u00e4llen um schon erfasste Texte (Nr. 24 und 145) handelte. Urspr\u00fcnglich erfasste dieses Portal also nur 155 reale Eintr\u00e4ge. Der Bestand hat sich nach dem Erscheinen der Dissertation im Oktober 2013 um vier neue Drucke (Nr. 65B, 76B, 76C, 95B) und zehn neue Autographen (Nr. 152B, 152C, 152D, 153B, 153C, 153D, 153E, 155A, 155B, 155C) vermehrt. Diese Autographen sind alle in derselben Handschrift, der Matrikel des 1621 begr\u00fcndeten Gymnasiums (Stra\u00dfburg AV, 60Z\/6), zu finden. Die Entdeckung dieser Autographen verdanken wir einem Hinweis auf die Edition der Matrikel (Hanstein 2013a, 691).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wegen der hohen Zahl der seit 1990 neu entdeckten Br\u00fclow-Texte hat sich aus praktischen Gr\u00fcnden eine neue Nummerierung aufgedr\u00e4ngt. D\u00fcnnhaupts chronologisches Klassifikationsverfahren ist beibehalten worden. Bei den Epicedien wird der Todestag jedoch statt des Begr\u00e4bnistags als chronologischer Anhaltspunkt benutzt. Wenn nichts anderes bekannt ist, wird der Druck nach dem Datum der Vorrede eingereiht. Die Drucke, die nur ein allgemeines Editionsjahr aufweisen, werden mit dem 1. Juli als theoretischem Erscheinungsdatum gez\u00e4hlt. Nach D\u00fcnnhaupts Vorbild werden Neuauflagen mit arabischen, Bearbeitungen wie Szenare, \u00dcbersetzungen und Vertonungen mit r\u00f6mischen Zahlen nummeriert. Alle Daten entsprechen dem Julianischen Kalender, der bis 1700 zehn Tage Versp\u00e4tung auf den Gregorianischen Kalender hatte. Das Elsass nahm 1648 die Reform an, Stra\u00dfburg erst 1682. Die Nachtr\u00e4ge, die\u00a0nach der Er\u00f6ffnung dieses Portals hinzugekommen sind, werden mit Buchstaben markiert, so dass die Z\u00e4hlung von 1 bis 157 vorl\u00e4ufig beibehalten wird. Die gegenw\u00e4rtige Bestandaufnahme umfasst 142 datierbare Drucke. Hinzu kommen sechs undatierte und schwer datierbare Drucke und 21 bis auf eine Ausnahme datierte oder datierbare Autographen. Dadurch kommt die Zahl der momentan bekannten Br\u00fclow-Texte auf 169.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Titel werden voll ausgeschrieben, unterschiedliche Schriftgr\u00f6\u00dfe vereinheitlicht, Majuskeln und Kapit\u00e4lchen im Wortinnern durch Minuskeln ersetzt, Bindestriche am Zeilenende weggelassen. Bei der Verwandlung von Majuskeln in Minuskeln werden <i>AE <\/i>und <i>OE<\/i>, <i>SS<\/i>, vokalisches <i>J<\/i> und <i>V<\/i> jeweils durch <i>\u00e6<\/i>, <i>\u0153<\/i>, <i>\u00df, i<\/i> und <i>u<\/i> ersetzt. Eckige Klammern enthalten zus\u00e4tzliche Angaben zu Inhalt, Druckort, Drucker, Druckjahr, Umfang, Illustrierung, Format und Standort der bekannten Exemplare. Mikrofiche- und Mi-krofilmausgaben werden nicht verzeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den 169 aufgelisteten Br\u00fclow-Texten sind 748 Druckexemplare oder Handschriften ermittelt worden. Sie befinden sich an 156 Standorten in 17 verschiedenen Staaten (A, B, CH, CZ, D, DK, E, F, GB, H, I, LT, NL, PL, S, SLO, US). Die Standorte lassen sich fast immer durch Online-Kataloge nachweisen und sind sonst meist auf direkte Anfrage von den jeweiligen Bibliotheken best\u00e4tigt worden. Das gilt ebenfalls f\u00fcr die vermissten Exemplare. Gew\u00f6hnlich gibt es Permalinks zu den Eintr\u00e4gen in die Online-Kataloge, aber einige Exemplare k\u00f6nnen nur durch Suche auf der jeweiligen Startseite gefunden werden. Wenn ein best\u00e4tigtes Exemplar nicht von einem Online-Katalog erfasst ist, wird die Signatur in Klammern angegeben. Wenn es nicht nach direkter Anfrage gelungen ist, einen mutma\u00dflichen Standort zu best\u00e4tigen, wird in Klammern auf die Quelle hingewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein getrenntes Verzeichnis vermerkt die vermissten Texte, die nur aus \u00e4lteren Bemerkungen und Beschreibungen bekannt sind. Vermutlich geh\u00f6rten weitere Br\u00fclow-Texte zu einer Frankfurter Sammlung von Stra\u00dfburger Universit\u00e4tsschriften, die 1921 vom Wissenschaftlichen Institut der Elsa\u00df-Lothringer im Reich an der Universit\u00e4t Frankfurt\/M. aus einem \u00f6sterreichischem Benediktinerkloster erworben und 1944 durch Kriegseinwirkung vernichtet wurde. Die Sammlung bestand aus vier B\u00e4nden und wurde vor allem von Gerhard Meyer f\u00fcr seine 1926 erschienene Dissertation benutzt. Einige Jahre sp\u00e4ter sah Hildegard Schaefer ebenfalls die Sammlung in Frankfurt ein. Sie scheint aber dort keinen Br\u00fclow-Text entdeckt zu haben, denn sie begn\u00fcgt sich damit, auf einen Unterrichtsplan von 1609 hinzuweisen (Schaefer 1935, 14). H\u00e4tte sie etwas Interessanteres mit Bezug auf Br\u00fclow gefunden, dann h\u00e4tte sie es wahrscheinlich erw\u00e4hnt. Die Sammlung z\u00e4hlte insgesamt 1284 Seiten und enthielt vorwiegend gedruckte, aber auch handschriftliche Texte aus dem Zeitraum 1572\u20131629: Programme, Trauergedichte, Vorlesungsank\u00fcndigungen, Immatrikulationsverzeichnisse, Festschriften, Gl\u00fcckwunsch-dichtungen und Testimonien (Inhaltsverzeichnis: Rott 1989, 31f). Die Sammlung \u00fcberlebt nur in einigen Ausz\u00fcgen aus Meyers Hand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">56 Exemplare werden vermisst. Oft lassen sich Irrt\u00fcmer, Verwechselungen und falsche Vermutungen nachweisen, manchmal d\u00fcrften die vermissten Exemplare gar keinen Br\u00fclow enthalten haben, etwa die \u00e4lteren Jahrg\u00e4nge von David Herlitz\u2018 Wahrsagungskalender (Nr. 143). Nur in 34 F\u00e4llen ist mit dem Verlust eines realen Br\u00fclow-Texts zu rechnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr ihre wertvolle bibliographische Hilfe und f\u00fcr Herstellung von Kopien schwer erreichbarer Drucke sei folgenden Personen aufs Herzlichste gedankt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frau Ursula Korber (Augsburg), Frau Corinne Knockaert (Auxerre), Frau Monika Butz (Basel UB), Herrn Henrik Hofer (Berlin HU), Frau Eva Rotkirch (Berlin SB), Frau Sabine Tolksdorf (Berlin SB), Frau Konstanze Borowski (Brandenburg), Herrn Dr. Joachim M\u00fcller (Brandenburg), Herrn Hartmut Nickel (Braunschweig SA), Frau Diana Codogni-Lancucka (Breslau), Frau Judit P. V\u00e1s\u00e1rhelyi (Budapest), Herrn Ulrich Kraaibeek (Burgsteinfurt), Frau Gudrun Leidig (Celle), Frau Petra Moderow (Celle), Herrn J\u00f6rg Fiedler (Celle), Frau Gisela Immelt (Darmstadt), Herrn Roland Roth-Steiner (Darmstadt), Frau Birgit Buth (Dresden), Frau Grit Reinhold (Dresden), Herrn Ulrich D\u00fchr (D\u00fcsseldorf), Frau Karen Lindsay (Edinburg), Frau Eva-Maria Ansorg (Erfurt), Frau Andrea Langner (Erfurt), Frau Annelise Stumpf (Erlangen), Herrn Stephen Roeper (Frankfurt\/M.), Frau Silke Findorf (G\u00f6ttingen), Frau Dr. Anne Bollmann (Groningen), Frau Conny H\u00f6dt (Halle UB), Frau Yvonne Kluge (Halle UB), Herrn J\u00fcrgen Neubacher (Hamburg), Herrn Dr. Hans-Walter Stork (Hamburg), Frau Gudrun Kranz-Zombronner (Hannover), Herrn Clemens Rohfleisch (Heidelberg), Frau Sigrun Schall-Thiery (Heidelberg), Frau Monika Jeschke (Kamenz), Frau Janina Sp\u00e4th (Karlsruhe), Frau Dr. Joanna Pyp\u0142acz (Krakau), Frau S\u00f6lve Faja (Leipzig), Frau Barbara Klingner (Leipzig), Herrn Mathias von Wachenfeldt (Link\u00f6ping), Frau Krysia Clack (London BL), Frau Caroline MacCalman (London BL), Herrn David Pester (London Metropolitan Library), Frau Cornelius Lochschmidt (M\u00fcnchen SB), Frau Doreen Stehr (M\u00fcnchen SB), Herrn Josef Voll (M\u00fcnchen SB), Herrn Andreas Will (M\u00fcnchen SB), Frau Irene Friedl (M\u00fcnchen UB), Frau Anna Fuchs-Mertens (Neustadt\/Orla), Herrn Daniel Pfletscher (Neustadt\/Orla), Herrn Remi Castonguay (New Haven), Frau Suzanne Eggleston Lovejoy (New Haven), Frau Yasmin Doosry (N\u00fcrnberg GN), Frau Anna Kuczera (N\u00fcrnberg SB), Frau Dr. Christine Sauer (N\u00fcrnberg SB), Frau Catherine Allix (Paris BN), Frau Caroline Giron-Panel (Paris BN), Frau Dr. \u00c9va Schmelczer-Poh\u00e1nka (P\u00e9cs), Herrn Raymond Dittich (Regensburg BZ), Frau Anna Cronstr\u00f6m (Stockholm MTB), Frau Marina Demina (Stockholm MTB), Frau Laura Blasutto (Stra\u00dfburg MP), Frau Brigitte Wengler (Stra\u00dfburg BN), Herrn Daniel Bornemann (Stra\u00dfburg BN), Frau Agathe Bischoff-Moral\u00e8s (Stra\u00dfburg, M\u00e9diath\u00e8que Andr\u00e9 Malraux), Frau Herrn Christian Herrmann (Stuttgart), Herrn H\u00e5kan Hallberg (Uppsala), Frau Georgianna Ziegler (Washington), Frau Marita Enderl (Weimar), Herrn Prof. Dr. Otto Biba (Wien GMF), Herrn Matthias Piontek (Wittenberg), Frau Brigitte Wonneberg (Wolfenb\u00fcttel), Herrn Christian Hogrefe (Wolfenb\u00fcttel) und Frau Kristina Leistner (Zwickau).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein von Herrn Prof.Dr.\u00a0Hans-Gert Roloff initiiertes Editionsprojekt\u00a0tr\u00e4gt den Titel <em>Caspar Br\u00fclow: S\u00e4mtliche\u00a0Werke<\/em>. Kritische Neuausgaben\u00a0werden in Berlin beim Verlag Weidler erscheinen, voraussichtlich sieben B\u00e4nde, sechs mit den Dramen und einer mit der Kleindichtung.\u00a0Bd. 4 ist 2016 erschienen:\u00a0<em>Nebucadnezar<\/em> (Peter Andersen).\u00a0Weitere B\u00e4nde sind in Vorbereitung durch Winfried Woesler (<em>Andromede<\/em>), Jean Schillinger (<em>Elias<\/em>), Michael Hanstein (<em>Chariclea<\/em>), Hans-Gert Roloff (<em>Julius Caesar<\/em>) und Barbara Lafond (<em>Moses<\/em>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Bestandsaufnahme der Br\u00fclow-Texte ist im zweiten Band der 1990 von Gerhard D\u00fcnnhaupt verfassten Personalbibliographien zu den Drucken des Barock erschienen. 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